Dr. Wolfgang Kramer
Haberlandstr. 6
10779 Berlin
Tel.: 030 / 211 99 34
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Kommentar zur zweitägigen Fortbildungsveranstaltung:


In der gerontopsychiatrischen Pflege stoßen wir oft an die Grenzen unserer eigenen Handlungsmöglichkeiten. Eigene Betroffenheit, Unsicherheiten, manchmal auch Unwissenheit machen es uns schwer, dem dementiell veränderten Menschen in seiner besonderen Lebenslage gerecht zu werden.


Die zweitägige Fortbildungsveranstaltung gibt Ihnen einen Einblick in die neuen personenzentrierten Konzepte im Umgang und in der Kommunikation mit demenzerkrankten Menschen.

Ausgehend von Carl Rogers’ personenzentrierter Gesprächsführung über den Ansatz von Tom Kitwood bis hin zur Validationstheorie sowohl in der Variante von Naomi Feil als auch in der als „Integrative Validation“ bekannt gewordenen Aktualisierung durch Nicole Richard soll der neue Zugang zum Menschen mit Demenz sichtbar gemacht werden: Nicht mehr der Demenzerkrankte soll sich nach uns und unserer logischen Realität richten, sondern wir mit unserer Flexibilität richten uns empathisch nach seiner subjektiven Welt, in die wir ihn durch fragende und interessierte Anteilnahme begleiten. Im Mittelpunkt steht nun der Einzelne mit seiner individuellen Biografie und seinen aktuellen Gefühlen und seelischen Grundbedürfnissen. Den „Menschen mit Demenz“ dort abzuholen, wo er sich aktuell befindet, wird so zum Ausgangspunkt aller personenzentrierten Ansätze in der Gerontopsychiatrie.

In der Fortbildungsveranstaltung wird Ihnen in einem ersten Schritt ein grundsätzliches Fachwissen von dementiellen Krankheitsbildern vermittelt. Welche dementielle Erkrankungen gibt es? Wie lassen sich diese differentialdiagnostisch voneinander abgrenzen? Worin bestehen die Symptome? Wo liegen die Ressourcen? Welche Prozesse spielen sich im Gehirn eines dementiell Erkrankten ab? Warum ist das Kurzzeitgedächtnis zuerst betroffen?

Um den Umgang und die Kommunikation mit dementiell Erkrankten zu erleichtern und den Pflegealltag zu vereinfachen, ist es hilfreich zu verstehen, was in der Psyche einer solchen Person vor sich geht. Wie erlebt sie die Veränderungen? Wie nimmt sie die ihr umgebende Welt in den unterschiedlichen Stadien der Erkrankung wahr?
In diesem Seminar erlangen Sie die Fähigkeit, sich in dementiell erkrankte Menschen hineinzuversetzen, ihre Gefühle wahrzunehmen und ihre Reaktionen besser zu verstehen.

Darüber hinaus lernen Sie, eine vertrauensvolle Beziehung zum Menschen mit Demenz aufzubauen. Dies geschieht dergestalt, dass Sie in die Lage versetzt werden, die drei personenzentrierten Grundhaltungen einzunehmen und spezielle Techniken der Kommunikation anzuwenden.

Des weiteren werden Ihnen Kenntnisse biografischen Arbeitens vermittelt. Wie können Erinnerungen und Lebensgeschichte für ein angemessenes Beschäftigungs- und Pflegekonzept genutzt werden?

Im abschließenden Teil geht es schließlich um die Frage wie die noch bruchstückhaft vorhandenen Wahrnehmungs- und Kommunikationspotentiale von demenzerkrankten Menschen erschlossen und intensiv gefördert werden können. Hierzu gehören u.a. Methoden motivierender Gesprächsführung und das Konzept der 10-Minuten-Aktivierung, die dabei helfen, den demenzerkrankten Menschen in Tätigkeiten des Alltags einzubeziehen.


Zusammenfassend werden in der zweitägigen Fortbildungsveranstaltung folgende Inhalte vermittelt:

1 Grundsätzliches über das Alter.
2 Kurze Erläuterung über dementielle Erkrankungen: Begriffserklärung -
Erscheinungsweisen – Ursachen – Symptome
3 Welche Prozesse spielen sich im Gehirn eines dementiell Erkrankten ab?
3.1 Histologische Veränderungen
3.2 Biochemische Veränderungen
4 Die Gefühlswelt von demenzerkrankten Menschen – Wie werden die
Veränderungen vom Betroffenen erlebt?
5 Typische Verhaltensweisen in den vier Stadien dementieller Erkrankung.
6 Was heißt „Validation“ nach Naomi Feil? – Konzept - Prinzipien – Ziele.
7 Die Besonderheiten der „Integrativen Validation“ nach Nicole Richard.
8 Was benötigen „Menschen mit Demenz“ nach Tom Kitwood?
9 Wie finde ich Zugang zum „Menschen mit Demenz“?
9.1 Die grundlegenden Ressourcen.
9.2 Ins Gespräch kommen: Allgemeine Merksätze zur Kommunikation.
9.3 Welche Haltungen muss ich einnehmen?
9.4 Welche Techniken muss ich anwenden?
9.5 Praktische Anwendung der Kommunikationstechniken anhand von
Beispielen aus dem Pflegealltag und anhand von kurzen Videoeinspielungen
von Naomi Feil und Nicole Richard.
10 Wie können Menschen mit Demenz aktiviert werden?
10.1 Rahmenkonzept für die Aktivierung von demenzerkrankten Menschen.
10.2 Welche Fähigkeiten und welches Handwerkszeug benötigen
Erinnerungsbegleiter?
10.3 Was versteht man unter einem „Trigger“?
10.4 Durchführung einer „10-Minuten-Aktivierung“ nach Ute Schmidt-Hackenberg
zu den Themen „Kochen“, „Kindheit“, „Herbst und Erntezeit“, „Advents- und Weihnachtszeit“ u.a.m.
10.5 Weitere praktische Beispiele aus der Einzel- und Gruppenarbeit mit demenzerkrankten Menschen (Bewegungstraining, Biografiearbeit, Gedächtnis- und Wahrnehmungsübungen, Training der Merkfähigkeit und des Erinnerungsvermögens).
11 Zusammenfassung: Wie lassen sich „Menschen mit Demenz“ motivieren?

 

Zielgruppe: Mitarbeiter aus der stationären, teilstationären und ambulanten Pflege, Beschäftigungs- Geronto- und Physiotherapeuten, Sozialarbeiter, Angehörige

Methodik: Vortrag, Diskussion, Erfahrungsaustausch, Bearbeiten von Fallbeispielen aus dem Pflege- bzw. Berufsalltag, kurze Videoeinspielungen

Referent: Herr Dr. Wolfgang Kramer, Soziologe, Philosoph,
Geronto-Sozialtherapeut

Zeit:
Mo., 09.10.2017 bis Mi., dem 11.10.2017, jeweils in der Zeit
von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Ort: Evangelisches Geriatriezentum Berlin gGmbH, Akademie für Fort- und Weiterbildung,
Reinickendorfer Str. 61, 13347 Berlin - Anmeldung unter Tel.: 030 / 4594-1830

Ansprechpartner: Herr Claudias Kühnel

Aktuelles

*+

Do., 06.07.2017 von 17.00
bis 19.30 Uhr - Berlin
Vortrag mit Diskussion:
Das Alter - Fluch oder
Erfüllung?
Begegnungsstätte Mehringkiez;
Friedrichstr.1,
10969 Berlin
[...mehr]

Do., 20.07.2017 von 17.00
bis 19.30 Uhr - Berlin
Vortrag mit Diskussion:
"Mein Nachbar wird
vergesslich.... ." Wie erkenne
ich eine dementielle
Erkrankung?
Begegnungsstätte Mehringkiez;
Friedrichstr.1,
10969 Berlin
[...mehr]

Mi., 16.08.2017 von 14.00
bis 16.30 Uhr - Berlin
Vortrag mit Diskussion:
Ein Buddha für das Abendland. -
Was können wir vom
Buddhismus lernen?
Begegnungsstätte
Lebensfreude
Kadiner Str. 1, 10243 Berlin
[...mehr]

Mi., 30.08.2017 von 14.00
bis 16.30 Uhr - Berlin
Vortrag mit Diskussion:
Über die Ökonomisierung
unserer
Welt. - Kann es einen gerechten Kapitalismus
geben?

Begegnungsstätte
Lebensfreude, Kadiner Str. 1,
10243 Berlin
[...mehr]

Di., 05.09.2017 von 13.00
bis 17.30 Uhr - Berlin
Fortbildungsveranstaltung:
Formen dementieller
Erkrankung.- Wie kommuni-
ziere ich mit gerontopsychia-
trisch veränderten Menschen? 
Vita e.V., Berlin, Heerstr. 12-14
14052 Berlin
[...mehr]

Di., 12.09.2017 von 09.00
bis 16.00 Uhr - Potsdam
Fortbildungsveranstaltung:
Validation. -
Kommunikation
mit demenzerkrankten
Menschen.
IWK Potsdam; Fritz-Zubeil-
Str.14, 14482 Potsdam

[...mehr]

Di., 19.09.2017 von 09.00
bis 16.00 Uhr - Potsdam
Fortbildungsveranstaltung:
Aktivierungs- und Be-
schäftigungstherapie für
demenzerkrankte Menschen.
IWK Potsdam; Fritz-Zubeil-
Str.14, 14482 Potsdam
[...mehr]

Mo., dem 09.10. bis Mi, dem
11. 10.2017,
jeweils von
09.00 bis 16.00 Uhr - Berlin - Fortbildungsveranstaltung:
Soziale Kompetenz im Um-
gang mit gerontopsychiatrisch
veränderten Menschen
Evangelisches Geriatriezentrum
Berlin gGmbH, Reinickendorfer
Str. 61, 13347 Berlin
[...mehr]

Di., 17.10.2017 von 09.00
bis 16.00 Uhr - Potsdam
Fortbildungsveranstaltung:
Palliativpflege bei Demenz
IWK Potsdam; Fritz-Zubeil-
Str.14, 14482 Potsdam
[...mehr]

Di., 24.10.2017 von 09.00
bis 16.00 Uhr - Potsdam
Fortbildungsveranstaltung:
Gerontopsychiatrische
Grundlagen.
IWK Potsdam; Fritz-Zubeil-
Str.14, 14482 Potsdam
[...mehr]

Di.,06.11.2017 u. Di.,
05.12.2017, jeweils von
13.00 bis 17.30 Uhr - Berlin
Lehrauftrag:
Soziale Gerontologie -
Interventionsgerontologische
Ansätze
Katholische Hochschule für
Sozialarbeit (KHSB),
Köpenicker Allee 39-57
10318 Berlin
[...mehr)


Di., 14.11.2017 von 09.00
bis 16.00 Uhr - Potsdam
Fortbildungsveranstaltung:
Biografiearbeit mit
alten Menschen.

IWK Potsdam; Fritz-Zubeil-
Str.14, 14482 Potsdam
[
...mehr]


Di., 21.11.2017 von 09.00
bis 16.00 Uhr - Potsdam
Fortbildungsveranstaltung:
Umgang mit Angst,
Aggression und Depression
in der gerontopsychiatri-
schen Pflege.

IWK Potsdam; Fritz-Zubeil-
Str.14, 14482 Potsdam
[...mehr)

Mi., 28.11.2017 von 09.00
bis 16.00 Uhr - Potsdam
Fortbildungsveranstaltung:
Tom Kitwood - Der
personenzentrierte Ansatz
in der Pflege von
Menschen mit Demenz.
IWK Potsdam; Fritz-Zubeil-
Str.14, 14482 Potsdam
[...mehr]