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Eine der größten Belastungen in der Altenarbeit ist die häufige Begegnung mit Sterben und Tod. Dabei stoßen wir oft an die Grenzen unserer eigenen Handlungsmöglichkeiten. Eigene Betroffenheit, Unsicherheiten, manchmal auch Unwissenheit machen es uns schwer, dem Sterbenden in seiner besonderen Lebenslage gerecht zu werden. Dies gilt in besonderer Weise in der Sterbebegleitung von demenzerkrankten alten Menschen. Es ist davon auszugehen, dass der sterbende demenzerkrankte Mensch seine Situation intuitiv erfasst. Dies kann einhergehen mit Angst, die sich in aggressivem Verhalten, in Unruhe und einem erhöhten Muskeltonus zeigt.

Ein häufig zu beobachtendes Phänomen ist die geistige Klarheit eigentlich demenzerkrankter Menschen kurz vor dem Tod.

Bei einer dementiellen Erkrankung leiden zuerst das Gedächtnis und später weitere kognitive Fähigkeiten. Seele und Gefühle jedoch bleiben erhalten.
Der demenzerkrankte sterbende Mensch ist nicht fähig, seine Biografie aufzuarbeiten und eine Bewertung seines Lebens vorzunehmen.

Eben sowenig ist er in der Lage, sein Schulderleben und die versäumten Augenblicke in seinem Leben zu erfassen.

In der Sterbebegleitung mit dementiell Erkrankten muss deshalb die Kommunikation mehr auf der emotionalen als auf der verbalen Ebene stattfinden. Neben der Palliativpflege und Biografiearbeit sind deshalb eine validierende Gesprächsführung und Elemente aus der Basalen Stimulation von besonderer Bedeutung.

Die Fortbildungsveranstaltung thematisiert sowohl die Begleitung von orientierten Sterbenden, als auch die Sterbebegleitung von Menschen mit Demenz.

U.a. werden folgende Themen angesprochen:

 

 

Dozent
Herr Dr. Kramer, Soziologe, Philosoph, Geronto-Sozialtherapeut, Berlin

Zielgruppe

Pflegende im gerontopsychiatrischen Bereich


Zeit:
Donnerstag, den 16. Juni 2022 in der Zeit von 08.30 bis 15.30 Uhr

Ort: Institut für Weiterbildung in der Alten- und Krankenpflege - IWK–Potsdam
Fritz-Zubeilstr. 10
14482 Potsdam-Babelsberg
Tel.: 0331 / 719 247
www.i-w-k.de
Ansprechpartnerin: Frau Jakob