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Krankheit aus soziologischer Perspektive wahrzunehmen, führt dazu, Krankheit unter gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Aspekten zu betrachten. Während die Medizin Krankheit überwiegend als Störung des Organismus oder seiner Funktionen begreift und daher den Patienten von seiner sozialen Lebenssituation isoliert betrachtet und behandelt, benennt die Soziologie soziale Faktoren, die eine Krankheit bedingen können.

Aber nicht nur ist Krankheit abhängig von sozialen Bedingungen, sondern auch die Folgen einer Krankheit sind abhängig vom sozialen Kontext, in dem Menschen leben.

In dem hier vorgestellten Seminar wird der Nachweis geführt, dass (alte) Menschen in ihren Krankheitsreaktionen nicht wirklich verstanden werden können, wenn sie unabhängig von ihrer Sozialität betrachtet werden. Dort, wo dies geschieht, verlieren Symptome ihren Erklärungszusammenhang.

 

Im einzelnen sollen in der Veranstaltung folgende Themen angesprochen werden: